Aktuelles 02. Oktober 2025 · jmei

Professioneller Umgang mit Ereignissen und Krisen

Im Fröbel-Lab haben rund 30 Mitarbeitende zwei Tage lang intensiv an einem zukunftsfähigen Ereignis- und Krisenmanagement 3.0 gearbeitet.

Fröbel-Beschäftigte aus der Praxis und unterschiedlichen Fachabteilungen nehmen am Fröbel-Lab Ereignis- und Krisenmanagement in Berlin teil.

Zunächst verständigten sich die Teilnehmenden auf ein gemeinsames Grundverständnis des trägerinternen Ereignis- und Krisenmanagements von Fröbel. Welche Strukturen laufen bereits gut? Wo braucht es Veränderungen? Was braucht es neu dazu, damit alle Zielgruppen sich gesehen fühlen? Welche Herausforderungen bringen Familien und der Alltag in den Einrichtungen mit sich, die für Kita-Teams herausfordernd sein können? Mit Blick auf diese Fragen nahmen die einzelnen Arbeitsgruppen die Perspektiven der verschiedenen Zielgruppen unter die Lupe, die von einem Ereignis oder einer Krise betroffen sein können – Kinder, Eltern, Mitarbeitende, Vorgesetzte sowie eine Einrichtung in Bezug auf technische Störungen bzw. Herausforderungen. Mit der Erstellung von Personas wurden die Zielgruppen überspitzt dargestellt und aus der Essenz der Darstellungen im nächsten Schritt dann Bedarfe, Erwartungen und auch Wünsche an zukünftige Angebote der Abteilung Ereignis- und Krisenmanagement abgeleitet. Dabei kristallisierten sich drei zentrale Anforderungen heraus:

Vertrauen und Qualitätsmanagement: Betroffene müssen sicher sein, dass Entscheidungen fachlich fundiert sind und das Wohl aller im Mittelpunkt steht.

Sicherheit: Ein System, das Schutz und Fürsorge leistet – emotional wie organisatorisch.

Orientierung: Klare Strukturen, transparente Kommunikation und nachvollziehbare Abläufe geben Halt in unvorhersehbaren Situationen. Die Nachbereitung von Fällen bietet Lernmöglichkeiten für die Zukunft.

Darüber hinaus wurden Transparenz, Expertise, Präzision und Methodik als unerlässlich hervorgehoben. Gleichzeitig äußerten die Teilnehmenden den Wunsch nach Entlastung und Priorisierung, um die Komplexität in Krisensituationen zu reduzieren.

Was bedeutet das für Fröbel?
Die Ergebnisse des Fröbel-Labs zeigen: Das Ereignis- und Krisenmanagement leistet bereits verlässliche und schnelle Unterstützung. Das System bietet Sicherheit, schafft Orientierung und wird von den Beschäftigten vertrauensvoll angenommen. Gleichzeitig wurden weitere, neue Bedarfe herausgearbeitet, die in Zukunft eine größere Rolle spielen dürften, wie z. B. der Umgang mit Fremdenfeindlichkeit, hochstrittigen Eltern, herausfordernde Lebenssituationen von Kindern und ihren Familien, Vielfalt und Diversität in Teams, Geundheit am Arbeitsplatz etc.

Die erarbeiteten Impulse fließen nun in die Weiterentwicklung eines starken und werteorientierten Ereignis- und Krisenmanagements bei Fröbel ein.

Über das Fröbel-Lab

Das Fröbel-Lab ist ein innovatives Austausch- und Experimentierformat, in dem Fachkräfte, Führungskräfte und Fachleute gemeinsam neue Ideen für die frühkindliche Bildung entwickeln und erproben. Im Mittelpunkt stehen kreative Methoden, praxisnahe Impulse und der offene Dialog, um Trends, Herausforderungen und zukunftsweisende Ansätze für die Arbeit in Kitas und Horten weiterzudenken.