Kooperationen · Sprach- & Leseförderung 10. Februar 2026 · SL

Deutscher Lesepreis 2026

Fröbel unterstützte erneut die Kategorie „Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas“ und ehrte drei Kita-Teams für ihr großartiges Engagement.

Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas: 1. Platz für die Kita Mandala (Magdeburg). Laudatorin Clarissa Corrêa da Silva, Frank Pardeike, Cornelia Zimmermann und Kategoriepartner Stefan Spieker, Geschäftsführer der Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH, bei der Preisverleihung in Berlin. Foto: Stiftung Lesen/Sascha Radke

Gute Sprachbildung in den ersten Lebensjahren ist entscheidend für den späteren Bildungserfolg. Dabei ist Mehrsprachigkeit eine große Chance: Wenn Kinder früh erleben, dass Sprache in all ihren Facetten wertvoll ist, stärkt das nicht nur ihre Ausdrucksfähigkeit, sondern auch ihre Teilhabe und Bildungsperspektiven. Deshalb ist Fröbel stolz darauf, bei der jährlichen Verleihung des Deutschen Lesepreises eine aktive Rolle einzunehmen: In der Kategorie „Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas“ überreichte Fröbel-Geschäftsführer Stefan Spieker jetzt im Berliner Humboldt Carré die Preise an drei ausgezeichnete Kita-Teams.

Fröbel engagiert sich seit vielen Jahren für Sprach- und Leseförderung in Kitas – mit der Partnerschaft beim Deutschen Lesepreis, mit den Kinder-Bücherboxen vor zahlreichen Fröbel-Einrichtungen oder auch auch mit dem Programm „Vorlesen in allen Sprachen!“ (ViaS), das Familien und pädagogische Fachkräfte dabei unterstützt, Kinder in mehrsprachigen Lebenswelten für Geschichten und Bücher zu begeistern.

Preisverleihung für Leseförderung im Herzen Berlins

Rund 250 geladene Gäste, darunter auch prominente Lesebotschafterinnen und Lesebotschafter feierten in Berlin die festliche Übergabe des Deutschen Lesepreises an insgesamt 16 Personen und Einrichtungen. Diese wurden aus mehr als 400 Einreichungen von einer Jury ausgewählt, der auch Fröbel angehört. 

Der feierliche Rahmen der Preisverleihung würdigte einerseits das unermüdliche Engagement der ausgezeichneten Personen und Teams, machte zugleich aber auch deutlich, dass Leseförderung in Deutschland weiterhin eine zentrale Zukunftsaufgabe bleibt. „In jeder dritten Familie wird nicht vorgelesen“, betonte Sabine Uehlein von der Stiftung Lesen und verwies darauf, dass noch immer zu viele Kinder ohne ausreichende Unterstützung beim Spracherwerb und beim Zugang zu Büchern aufwachsen. Sie forderte daher nicht nur mehr gesellschaftliches Engagement, sondern auch stärkere politische Anstrengungen, um Lesekompetenz nachhaltig zu fördern und Bildungschancen gerechter zu gestalten.

PISA-, IGLU- und IQB-Berichte zeigen seit Jahren große Defizite in der Lesekompetenz von Kindern in Deutschland: Ein Viertel der Kinder und Jugendlichen kann nicht gut lesen. Um Leseförderung zu stärken und öffentlich sichtbar zu machen, vergeben die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung seit 2013 den Deutschen Lesepreis in sechs Kategorien – darunter Sprach- und Leseförderung in Kitas sowie prominentes Engagement.

Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas

Stefan Spieker unterstrich bei der Preisverleihung, wie wichtig der Blick in die Praxis ist: „Die besten Ideen für die Leseförderung kommen direkt aus dem pädagogischen Alltag. Es erfüllt mich mit Stolz und Freude zu sehen, mit wie viel Kreativität und Herzblut in den Kitas gearbeitet wird“, sagte er. Fröbel stifte als langjährige Partnerorganisation die Preise in der Kategorie „Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas“ aus voller Überzeugung, denn der Grundstein für eine erfolgreiche Bildungsbiografie werde in den ersten Lebensjahren gelegt. „Die ausgezeichneten Projekte zeigen uns eindrucksvoll, worauf es wirklich ankommt“, so Spieker.

In der Kategorie „Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas“, die von Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH gefördert wird, wurden folgende Einrichtungen ausgezeichnet:

1. Platz: Kita Mandala (Magdeburg, Sachsen-Anhalt)

Hier werden Buch und Lesen schon früh zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Alltags. Bücher und Vorlesegelegenheiten finden die Kinder praktisch überall und entwickeln so Vorfreude darauf, später selbst lesen zu können.

2. Platz: Kita Nils Holgersson (Kassel, Hessen)

Im Zentrum des vielfältigen Förderangebots steht eine eigeninitiativ aufgebaute Kinderbibliothek. Als Leseraum, Medienzentrum, Werkstatt und Begegnungsort ist sie ein wichtiger Platz für den Stadtteil. Die Bücher stehen hier buchstäblich auf Augenhöhe und lassen Geschichten zu Erlebnissen im eigenen Leben werden.

3. Platz: Ev.-Luth. Kindertagesstätte Haus in der Sonne (Lübeck, Schleswig-Holstein)

Unter dem Motto „Sprache verbindet“ macht die integrative Kita Literacy zum Herzstück ihrer Arbeit. Eine eigene Kita-Bücherei mit über 1.500 Titeln, in der ganzen Einrichtung verteilte Leseecken, Kamishibai, Bilderbuchkino und ritualisierte Vorleseangebote sorgen für regelmäßige Leseerfahrungen.

Fröbel beglückwünscht alle Preisträgerinen und Preisträger des Deutschen Lesepreises 2026 und setzt sich weiter dafür ein, dass Kinder unabhängig von ihrer Herkunft oder Familiensprache Zugang zu Büchern, Geschichten und Bildung erhalten.